Energiegerechtigkeit in der Welt

Um Armut zu überwinden sind verschiedene Faktoren wie sauberes Wasser, angemessene Sanitär- und Gesundheits-Einrichtungen, ein gutes Ausbildungssystem und  Kommunikationsnetzwerke nötig. Dennoch ist günstige und verfügbare Energie grundlegend.

Energie ist eine der Voraussetzungen, damit wirtschaftliche und soziale Entwicklung in einem Land stattfinden können. Besitzt man Zugang zu Strom und somit Licht, verlängern sich die Stunden des Tages, an denen man erwerbstätig sein kann, moderne Geräte können dazu beitragen, Zeit einzusparen für Ausbildung und Kinderbetreuung und in der Gesundheitsversorgung können Impfstoffe mit Hilfe von Energie gekühlt werden.

Fotolia 69838148 XSDas Konzept der Energiegerechtigkeit stellt die Frage, inwieweit der Zugang zu Energie und ihre Nutzung weltweit gerecht verteilt sind. Bei ca. 2,4 Milliarden Menschen weltweit – das ist mehr als ein Drittel der Menschheit –, die als Hauptenergiequelle zum Kochen und Heizen auf Holz, Holzkohle und Dung zurückgreifen müssen und bei mindestens 1,6 Milliarden Menschen, die keinen Zugang zu Elektrizität haben, ist der Zugang zu Energie und Energiedienstleistungen heute nicht gerecht verteilt.

Und auch die Frage nach der Verteilung der Folgen von Energienutzung für Mensch, Natur und Klima ist entscheidend. Jährlich sterben 2,5 Millionen Frauen und Kinder an Schadstoffen, die durch Herdfeuer in den Wohnräumen entstehen. Die Gebiete, in denen Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran abgebaut, aber auch nachwachsende Rohstoffe wie Palmöl angebaut werden, befinden sich häufig im Lebensraum indigener Völker. Und auch unter den Folgen des Klimawandels wie Dürre, Stürme, Wassermangel, das Ansteigen des Meeresspiegels und den Rückgang der Ernten leiden Menschen in Entwicklungsländern am meisten.

 

 

 

Zwischen Industrie- und Entwicklungsländern bestehen Ungerechtigkeiten…

... Nutzung von Energie

20 % der Weltbevölkerung verbrauchen fast 80 % der zur Verfügung stehenden Energieressourcen.

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Aber Länder wie China und Indien holen auf.

… Folgen der Nutzung fossiler Energien

Klimawandel
Die Förderung von Erdöl und Erdgas zerstört den Regenwald und damit die Existenzgrundlagen der indigenen Bevölkerung.

… Zugang zu Energie

Der Zugang zur Energie ist eine Voraussetzung für die Entwicklung.
1,6 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu Elektrizität.
2,4 Milliarden Menschen sind zum Kochen und Heizen abhängig von Holz, Holzkohle oder Viehdung.

… Verteilung von Wohlstand

Energieimporte bilden die Grundlage für den Wohlstand der Menschen im Norden.
Das Bruttosozialprodukt pro Kopf in Europa liegt 65 mal höher als in den am wenigsten entwickelten Ländern des Südens. Die Menschen in vielen Energie-Förderregionen leiden weiterhin unter Energiemangel und Armut.

... Klimawandel und seine Folgen

Die Länder des Nordens produzieren 60 % des weltweiten CO2-Ausstoßes.
Die Pro-Kopf-Emissionen der Europäer sind 40 mal höher als die der Menschen in den am wenigsten entwickelten Ländern. Der Klimawandel trifft jedoch am stärksten diejenigen, die am wenigsten dafür verantwortlich sind. Viele Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels verschärfen die Armut im Süden.

entnommen aus:
http://www.energybridges.eu/publikaktionen.html