Energiespeicher Wasser

Mit Hilfe eines Pumpspeicherwerkes ist Wasser  in der Lage Energie zu speichern.
Mit Hilfe von zuviel erzeugter und nicht benötigter Energie (von Solar- oder Windanlagen) kann Wasser in ein höher gelegenes Speicherbecken gepumpt und im Bedarfsfall über das Wasserspeicherkraftwerke in Spitzenzeiten die Stromversorgung gewährleisten.

Das Prinzip einer solchen Anlage

kann man in Geesthacht an der Elbe besichtigen.

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Seit 1958 arbeitet an der 86 m hohen Geestkante das größte Pumpspeicherwerk Norddeutschlands. Unten an der Elbe steht das Maschinenhaus, in dem drei große Pumpen durch 612 m lange Rohre das Wasser von der Elbe in das 3,3 Millionen Kubikmeter Wasser fassende Speicherbecken oben auf dem Geestrücken pumpen. Ursprünglich geschah dies nachts, wenn die Hamburger Kraftwerke nicht voll ausgelastet waren, so dass die überschüssigen Leistungsreserven genutzt werden konnten. Für so ein Spitzenkraftwerk, wie es Mitte der fünfziger Jahre vor allem in kalten Wintern erforderlich war, besteht heute kein Bedarf mehr. Heute dient es wegen seiner unmittelbaren Verfügbarkeit um kurzzeitige Schwankungen im Energieverbrauch auszugleichen und als Sofortreserve, falls ein Kraftwerk ausfallen sollte.
 
 

Speicherung von regenerativer Energie

Seit 1995 erhalten die Pumpen, die bis zu 9 Stunden für das Füllen des Speicherbeckens brauchen, auch Strom von einer Photovoltaikanlage am Geesthang und einer Windkraftanlage oben auf dem Geestrücken.
Damit ergeben sich ideale Verhältnisse, um regenerativen Energien von Wind, Sonne und Wasser zusammen zu nutzen. Dabei ist es einzigartig, dass die von der Windkraftanlage und dem Solarfeld erzeugten Energien nicht direkt, wie sonst üblich, in das allgemeine Stromnetz eingespeist werden, sondern in ein herkömmliches Pumpspeicherwerk fließen.