Energiepflanzen

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Pflanzen dienten schon immer zur Gewinnung von Energie. Mit Holz wurden Häuser geheizt, Glashütten und Salinen betrieben. Pflanzliche Öle brachten Licht in  die Häuser. Sogar Autos wurden Mitte des 19. Jahrhunderts mit Holzgas angetrieben. Durch Erhitzen entweicht aus dem Holz ein brennbares Gasgemisch (Holzgas). Heute werden Scheitholz und Hackschnitzel aus der Forst oder von extra angebauten schnellwachsenden Weiden wieder verstärkt zur Erzeugung von Wärme genutzt.
 
Mais, Hirse und weitere Energiepflanzen dienen der Beschickung von Biogasanlagen zur Gewinnung von Strom und Wärme. Oftmals werden auch landwirtschaftliche Abfälle, Gülle oder Grünschnitt von Weges- und Waldrändern dabei verwertet.
 

1 ha Biomasse kann

  • 13 t CO2 Emmissionen pro Jahr vermeiden
  • 20.000 kWh Strom erzeugen und damit 5 Haushalte versorgen
    gleichzeitig
  • 20.000 kWh Wärme liefern und damit 1 Haus ein Jahr lang versorgen
    oder
  • 5.000 l Kraftsfoff erzeugen, womit ein PkW 67.600 km fahren kann

Eine 500 kW-BGA verarbeitet 200-250 ha Biomasse pro Jahr

fuchs aufmerksam rechts 250Eine solche Anlage kann also über 1000 Haushalte mit Strom  und 200 Häuser mit Wärme versorgen.

Aus Raps und Zuckerrüben läßt sich Kraftstoff herstellen. Dieser Biokraftstoff wird heute dem normalen Benzin beigemischt.
Aus Stroh wird kein Gold gesponnen, sondern mit Stroh kann Wärme und sogar Strom erzeugt werden. Ein Ballen von 600 kg ersetzt 200 l teures Öl.

Versuchs- und Demonstrationsfelder

Wissenschaftler beschäftigen sich mit der Züchtung und geben den Landwirten Anbauempfehlungen. Versuchs- und Demonstrationsfelder gibt es in ganz Deutschland zu besichtigen. In einem virtuellen Rundgang  durch eine solche Anlage können wir viel Wissenswertes erfahren. Die enge Zusammenarbeit zwischen Praxis und Wissenschaft wird hierbei in den Videos besonders deutlich.

Versuchsfelder der FNR